Dom Erwin unterwegs mit dem Volk Gottes am Xingu
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"Geschwisterliches Teilen, Solidarität und Partnerschaft

sind Ausdruck der Liebe, die Gott gefällt."

 

Das Volk Gottes am Xingu ist arm und wenn wir zur Aktion "Ein Zehntel für die Arbeit der Ortskirche" aufrufen, geben die Leute, die kaum das Nötigste zum Leben haben, alles was sie haben" (Mk 12,44) und legen wie die arme Witwe ihr Scherflein in den Opferkasten. Für unsere Pastoralarbeit und sozialen Initiativen ist deshalb das geschwisterliche Teilen der Menschen in Europa unverzichtbar.

 

Unser Projekt ist die Prälatur am Xingu, die sich an folgendem Leitsatz orientiert:

 

„Die Kirche, Volk Gottes am Xingu,

will der prophetischen Mission und der befreienden Praxis Jesu treu sein.

Sie verpflichtet sich zur Inkulturation des Evangeliums

im Licht der Option für die Ausgeschlossenen,

stellt sich den Herausforderungen der Realität,

organisiert sich in den kleinen kirchlichen Basisgemeinden,

durch die Verkündigung, den Dienst, den Dialog und das Zeugnis,

wirkt mit an der Gestaltung einer gerechten und solidarischen Gesellschaft

auf dem Weg zum Reich Gottes.“

(Beschluss der 5. Versammlung des Volkes Gottes)

 

Und für dieses Projekt brauchen wir Ihren Beitrag.

 

Wenn eine Mutter Lebensmittel für ihre Kinder benötigt, einem Schwerkranken das Geld für Medizin fehlt, ein Obdachloser vorübergehend Unterkunft sucht, Hochwasser Häuser und Ernten zerstört, ein Familienvater plötzlich vor der Zeit stirbt, ... dann ist Soforthilfe gefragt, um die Not abzuwenden. Daneben gibt es zahlreiche mittel- und langfristige Initiativen, die finanziellen Beistand erfordern, zum Beispiel die Aus- und Weiterbildung der MitarbeiterInnen im kirchlichen Dienst, didaktisches Material und Unterlagen für die Kinder-, Jugend- und Erwachsenenpastoral in den Pfarren, Treffen von sozialen Bewegungen etwa der Frauen, der Siedler und Kleinbauern, Versammlungsräume und Begegnungszentren, ein Boot für die Pfarrbesuche in die kleinen kirchlichen Gemeinden, die nur auf dem Wasserweg erreichbar sind, Fahrzeuge für Patres, Schwestern und kirchliche Mitarbeiter, die auch während der Regenzeit den schwierigen Bedingungen der Transamazônica entsprechen, das Haus für Mutter und Kind, das den Frauen vom Land kurz vor und nach der Geburt ihres Kindes Aufnahme und Begleitung bietet, das Betreuungszentrum, das vorübergehend Kranke aufnimmt, die zur medizinischen Behandlung in die Stadt müssen, die Indianerpastoral, die sich mit den Indios um die Durchsetzung der Verfassung einsetzt, Rechtsanwälte, die bei Verletzungen der Menschenrechte und bei Drohungen gegen Mitarbeiter zum Einsatz kommen, landwirtschaftliche Kooperativen, Aufforstungsprojekte, um der fortschreitenden unwiderbringlichen Zerstörung des Regenwaldes entgegenzuwirken.

 

Aus einem Bericht von Dom Erwin:

 

"29. Juni 2006

Der Sekretär für Öffentliche Sicherheit des Bundesstaates Pará teilt mir telefonisch mit, dass mir Personenschutz zur Verfügung stehe. Um 22:00 Uhr kommt der Kommandant der Militärpolizei von Altamira in das Bischofshaus und stellt mir zwei Soldaten vor, die mit meinem Schutz beauftragt sind. Als erste Amtshandlung wird jeder Raum bis in den hintersten Winkel ins Visier genommen. Ein- und Ausgänge werden lokalisiert, Fluchtwege kontrolliert. Zwei Wochen lang weichen vier Soldaten nicht von meiner Seite. Zu zweit versehen sie jeweils 24 Stunden ihren Dienst. (...)

 

Beim Volk besteht großer Erklärungsbedarf, wenn ich mit zwei bewaffneten Uniformierten in einer Pfarre eintreffe, zu einem Gottesdienst, zu einer Firmung, zu Taufen, Hochzeiten oder einer Beerdigung komme.

 

13. Juli 2006

Auf mein Ersuchen an den Kommandanten der Militärpolizei wird der Personenschutz eingestellt.

 

13. Oktober 2006

Nachdem die Drohungen zugenommen haben, wird erneut Polizeischutz für mich angeordnet. Bei der Besprechung mit dem verantwortlichen Kommissar betont dieser, dass von nun an keine Möglichkeit bestehe, den Polizeischutz abzulehnen. (...) Mit ihrem Kommandanten vereinbare ich, dass sie künftig Zivilkleidung statt Uniform tragen dürfen."

 

Die Massnahmen im Zusammenhang mit den Morddrohungen gegen Bischof Kräutler sind auch eine große finanzielle Belastung für die ohnehin arme Prälatur am Xingu.

 

Es fallen nicht nur zusätzliche Ausgaben für die Verpflegung, Unterkunft und den Transport der Polizisten an sondern auch Kosten für Rechtsanwälte, für Geräte und Dokumentationsmaterial sowie für Techniker, die auf Anordnung der Behörden alle Vorkommnisse in Bild-, Audio- und Videoaufzeichnungen festhalten und für die Akten zur Verfügung stellen müssen.

 

 

Der Bischof sagt danke mit dem Volk Gottes am Xingu:

"Jede Unterstützung ist ein Segen, ein Geschenk, das Freude bereitet, das Hoffnung und Mut macht und Zuversicht gibt, dass wir auch in Zukunft nicht allein gelassen werden. Der Liebe Gott vergelte Ihre Gabe mit seinem reichen Segen."

 

Bankverbindung:

RAIBA Götzis, Zwgst. Koblach, BLZ 37429 Konto-Nr.: 2.421.501
lautend auf Bischof Erwin Kräutler, Vermerk: Dom Erwin Xingu

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